Mit dem Begriff der Parapsychologie engstens verbunden ist bis heute ein Name: Hans Bender. Er gründete in Freiburg das erste Forschungsinstitut, das sich innerhalb Deutschlands offiziell mit Parapsychologie beschäftigte und an Phänomenen forscht, die mit herkömmlichen Mitteln nicht zu erklären sind.
Als kleine Schwester der Psychologie (para heißt "neben") dreht sich die Parapsychologie um alle Erscheinungen, die im weitesten Sinne mit außersinnlicher Wahrnehmung und Erklärbarkeit zu tun haben. Dazu gehören die Telepathie, Spiritismus, Hellsichtig- und Hellfühligkeit, Spukphänomene, Hypnose und Trancen. Aber auch andere okkulte Erlebnisse von Menschen wie Reinkarnationsglauben, Nahtoderfahrungen oder Geisterscheinungen werden untersucht.
Kritiker werfen der parapsychologischen Forschung manchmal vor, dass sie mit zu ungenauen Methoden arbeite. Dennoch ist es ihnen niemals gelungen, die gefundenen Ergebnisse vom Tisch zu wischen. Wie viele Methoden, die Welt anders zu erklären als mit dem, was man mit den Augen sehen oder den Ohren hören kann, kam die ausgefeilte Form der Parapsychologie aus Amerika nach Europa. Allerdings lebten die Pioniere der parapsychologischen Ära in England, wo der sogenannte Ghost Club schon früh versuchte, Spuk, der auf der Insel so üblich ist, genauer zu untersuchen. Jeder Betroffene, der einmal erlebt hat, wie vor seinen Augen ein Glas zersprang, während im Umfeld ein heftiger Streit tobte, ahnt ohnehin, dass es bei parapsychologischen Ereignissen nicht um Sinnestäuschungen geht. Sondern allenfalls um die Äußerung einer Welt, die eben nicht stofflich, sondern rein geistig ist.