Skat kann man natürlich kloppen oder dreschen. Allerdings sind auf den viel feineren Ebenen des Lebens seit Langem ganz andere Verwendungsmöglichkeiten für Skatkarten bekannt. Sie sagen, richtig angewandt und ausgelegt, all jenen die Zukunft voraus, die sich auf das Abenteuer einer Kartenlegung einlassen.
Wenn von jemandem behauptet wird, dass er ein As im Ärmel hat, weiß jeder, was damit gemeint ist. Solche Redensarten machen klar, welche Verbindung das Schicksal mit einem ganz normalen Skatblatt eingeht. Natürlich steht das Herz-As für die Liebe und die Farbe Pik für Schicksalsschläge. Karo wird mit Eigentum und Besitz in Verbindung gebracht und Kreuz schließlich für Veränderung, individuelle Wege zur Entwicklung oder tiefe Wandlungen.
Da Skatkarten die Volkskarten unter den gängigen Wahrsagedecks sind, verwundert es nicht, dass sie seit Jahrhunderten für alle Arten der Vorhersage genutzt werden. Als Nachkomme des beliebten Spiels Schafskopf wurde der Skat in Thüringen erfunden und verbreitete sich von da aus lawinenartig in die ganze Welt. Das erklärt auch, wieso in vielen Familien, in denen Hellsichtigkeit vererbt wird, immer schon fast ausschließlich mit Skatkarten gewahrsagt wurde.
Fast in jedem Haus ist seit fast 200 Jahren ein solches Deck vorhanden und Generationen nutzten die Karten, um mit ihnen zu experimentieren. Natürlich wäre es vermessen, ohne weitere Kenntnisse sein heimisches Spiel auszupacken und einfach selbst zu versuchen, aus der Folge der Karten spontan zukünftige Geschehnisse herauszulesen. Ein bisschen Einstimmung auf die Basis der Deutung sollte schon sein. Am besten gibt man sich dazu in die professionellen Hände eines Kartenlegers, der seit Jahren mit dem Skatdeck arbeitet und gern bereit sein wird, einige seiner Tipps und Tricks weiterzugeben. so werden auch die einfachsten Karten mit Bube, Dame, König und As zum leibhaftigen Königsweg zu mehr Erkenntnis und zur Treppe ins eigene Unbewusste.