Tarot mehr als nur Esoterik!

Spiegel der Ereignisse

Wissen Tarot

Es ist das Spiel der Könige, Kaiser und Narren: Woher Tarot gekommen ist, weiß bis heute niemand genau. Man ist aber sicher, dass es schon im 4. Jahrhundert zum ersten Mal in Europa auftauchte und in Arabien seine Wurzeln hat. Tarock oder Tarocchi kannten damals die Geheimgesellschaften besser als der kleine Mann von der Straße.

Der Golden Dawn Orden auf der britischen Insel bereitete fünf Jahrhundert später dem rätselhaften Kartendeck mit der großen und der kleinen Arkana (das bedeutet: Geheimnis) seinen endgültigen Weg in die edlen Salons. Mit seinen 78 Karten (davon 22 Meisterkarten mit aussagekräftigen Namen wie die Herrscherin, der Tod oder die Welt) traten die großformatigen Karten des Tarot sehr schnell einen beispiellosen Siegeszug in die Herzen von Menschen an, die Rat und Hilfe aus den übersinnlichen Welten suchten.

Dabei ist Tarot nicht eins der üblichen Mittel zur Deutung der persönlichen Zukunft. Experten, die sich seit Jahren mit dem Deck und seinen Möglichkeiten beschäftigen, wissen, dass hier die Psyche eine größere Rolle spielt als die schlichte Sucht nach Voraussagen. Denn die Karten scheinen bei einer Auslegung das Unbewusste des Klienten auf eine merkwürdig genaue Weise widerzuspiegeln. Dass Tarot so treffsicher ist und dennoch viel Raum für eigene Interpretationen und Experimente lässt, fasziniert jeden, der je mit den Karten in Verbindung gekommen ist, aufs Neue.

Was diesem Phänomen zugrunde liegt, mag das sein, was der berühmte Analytiker C.G. Jung mit seinem besonderen Zugang zu den inneren Welten Synchronizität genannt. Denn er entdeckte, wie sich manchmal innere Entwicklungen in kleineren oder größeren Ereignissen der Außenwelt spiegelten. Ohne dass beides ursächlich zusammenhing. Dieses Denken ist auch in die Erklärung für die sicheren Aussagen des Tarot eingegangen. Als Momentaufnahme oder höchstpersönlicher, unverwechselbarer Fingerabdruck bilden Legemuster wie das keltische Kreuz die unbewussten Vorgänge im Menschen ab. Dass es funktioniert, davon mag sich jeder selbst überzeugen, der Tarot immer noch für Hokuspokus hält. Selbst kritischen Geistern ist bei einer Sitzung oft schon Hören und Sehen vergangen.